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	<title>Eigenruintherapie &#187; Allgemein</title>
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	<description>Du liest richtig.</description>
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		<title>Berlin Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 13:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;so griff ich meine Kameratasche und lief los. Ein frischer Morgen, fast ein wenig kalt, offenbarte sich mir. Die Sonne kitzelte die Wassertropfen von den beschlagenen Autodächern. Ein ruhiger Freitagmorgen in einer sonst so lauten, schnellen Stadt.
Die Clubs sind noch zu, vereinzelt wird sich aber schon auf die Abende vorbereitet. Die Überreste des Vorabends sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;so griff ich meine Kameratasche und lief los. Ein frischer Morgen, fast ein wenig kalt, offenbarte sich mir. Die Sonne kitzelte die Wassertropfen von den beschlagenen Autodächern. Ein ruhiger Freitagmorgen in einer sonst so lauten, schnellen Stadt.</p>
<p>Die Clubs sind noch zu, vereinzelt wird sich aber schon auf die Abende vorbereitet. Die Überreste des Vorabends sind noch nicht gänzlich verschwunden. Junge Menschen auf den Straßen bei denen nicht ganz klar ist ob sie noch oder schon wach sind. So trifft man auch auf eine Gruppe, die sich um ein DJ-Set inmitten einer Brücke versammelt haben. Aus den Lautsprechern wummert das, was entweder am Vorabend lief oder was am kommenden Abend wieder laufen wird.</p>
<p>So seltsam wie aufsehenerregend die Dinge scheinen, es fühlt sich normal an. Es ist halt Berlin.</p>
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		<title>a man godda do what a man godda do</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 07:21:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Also Leute so kann das hier nicht weitergehen. Seit einer halben Ewigkeit nix.
Ich möchte hiermit vor den Augen unserer dreieinhalb Stammleser und der restlichen Weltöffentlichkeit den Neubeginn ausrufen. Ich werde mich am 13. endlich mal wieder nach Berlin begeben und dann wird das systematisch angegangen. Scheiß auf Mikrobiologie-Klausur, Geld verdienen und seriesonthebigscreen – 11 Zoll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also Leute so kann das hier nicht weitergehen. Seit einer halben Ewigkeit nix.<span id="more-461"></span></p>
<p>Ich möchte hiermit vor den Augen unserer dreieinhalb Stammleser und der restlichen Weltöffentlichkeit den Neubeginn ausrufen. Ich werde mich am 13. endlich mal wieder nach Berlin begeben und dann wird das systematisch angegangen. Scheiß auf Mikrobiologie-Klausur, Geld verdienen und seriesonthebigscreen – 11 Zoll reichen auch. Arrested Development. Schauen. Jetzt gleich. Bis es hier weiter geht.</p>
<p><a href="http://root.tsu-berlin.de/publicblog/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Bild-018.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-462" title="Bild 018" src="http://root.tsu-berlin.de/publicblog/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Bild-018.jpg" alt="" width="570" height="428" /></a></p>
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		<title>Wieder unter meinem Lieblingsbaum</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 16:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Park]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich schreibe ungern über das Wetter – es kommt mir einfach so vor, als würde man sich über das Wetter unterhalten, wenn man nicht mehr weiß was man erzählen soll. „Ach wie geht es dir? Gut? Aha. Und sonst so? Regnet es bei euch gerade auch die ganze Zeit, so wie hier?“
Nach dem außerordentlich langen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe ungern über das Wetter – es kommt mir einfach so vor, als würde man sich über das Wetter unterhalten, wenn man nicht mehr weiß was man erzählen soll. „Ach wie geht es dir? Gut? Aha. Und sonst so? Regnet es bei euch gerade auch die ganze Zeit, so wie hier?“<br />
<span id="more-370"></span>Nach dem außerordentlich langen Winter allerdings und aufgrund aktueller Ereignisse, die viel mehr die Meta-Ebene des Entstehungsprozesses betrafen, möchte ich jedoch über das Wetter schreiben.</p>
<p>Ich packte also eben meine sieben Sachen in meine Umhängetasche um mich auf den Weg in den Park zu machen um dort einen Artikel zu verfassen. Sollte ich den früh fertig haben könnte ich ja noch etwas Musik machen – ach, die moderne Technik machts möglich. Also lief ich die Treppe runter um auf halbem Wege festzustellen, dass ich etwas vergessen habe. Wieder zwei Etagen hoch um wieder vier Etagen runterzugehen. Man ist ja jung. Auf dem Hof beim Fahrrad angelangt stellte ich diese seltsame Maserung des Bodens fest – Regen. „Wie kann das sein“ dachte ich mir. In der Wohnung wurde ich noch von der Sonne geblendet. Nunja. Ich lief wieder hoch, packte die Tasche aber nicht aus – ich wollte noch nicht so recht war haben, dass mein Plan durch etwas Feuchte durchkreuzt werden soll. Das Niederschlagradar einschlägiger Wetter-Dienste ließ mich dann nach kurzer Pause aufatmen und ich fuhr doch los. Mit dem Fahrrad. Und einer Umhängetasche. Es gibt nicht viele Dinge, die das Fahren unangenehmer gestalten. Vielleicht ein bis zwei Verlegeplatten im Maße 67 cm x 205 cm oder möglicherweise noch eine zweite Umhängetasche.</p>
<p>Nun bin ich also doch im Park und schreibe nach langer Durststrecke wieder einen Artikel, da ich hier Muße dafür finde – und vielleicht auch eine Muse – und eventuell esse ich nach dem Verfassen noch etwas Mus. Und dann ausgerechnet über das Wetter. Laaaaaaame.</p>
<p>Was ich mit obigem eigentlich sagen möchte ist, dass man die Bemühungen des Wetters nun auf jeden Fall würdigen soll. Es geht doch in die richtige Richtung. Dienstlich zelebrierte ich das vergangenen Donnerstag, indem ich an meinem Arbeitsplatz im Krankenhaus mit kurzer Hose und T-Shirt erschien. Dazu Schuhe, die mit ihrem Neongrün und Neonorange Augenschmerzen bewirken. Kurzum: Ich erschien in sommerlicher Kleidung.<br />
Zwischenmenschlich wurde der Wetterumschwung ebenfalls gefeiert mit einer Party, von der ich mich auch nach zwei Tagen noch nicht ganz erholt habe. Dazu wird an dieser Stelle aber womöglich noch später Stellung genommen, falls die sozialen Netzwerke einen der Autoren nach falschen Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Woher soll das Wetter denn wissen, dass es nichts falsch macht mit dem Sonnenschein, mit der erhöhten Temperatur und mit dem blauen Himmel. Richtig. Es kann es nicht wissen (und wer jetzt meint „Ja, Matze, sehr toll das Wetter zu personifizieren, aber das Klima ist eine natürliche Begebenheit, der, selbst wenn es einen personifizierbaren Charakter hat, herzlich egal ist, was wir von ihm halten.“, dem sei gesagt, dass er ein Muffel sei).</p>
<p>Also liebe Leser (Uh, jetzt hab ich doch das gefürchtete getan und den Leser direkt angesprochen (ich schrieb eben „Lesser“ – eine Mischung aus Leser und Esser, was grundsätzlich nicht falsch ist, da ein Leser ebenso konsumiert&#8230;), darum wollte ich mich drücken wie um die Frage, ob man die Eltern von Freunden duzen oder siezen soll.). Es liegt an euch das Beste aus dem Wetter oder der Tendenz zum Wunschwetter zu machen. Hört jetzt also auf zu lesen und geht raus in die Sonne – und falls keine Sonne zu sehen ist, lasst euch vom Mondlicht bräunen.</p>
<p>Wer übrigens den Titel als Homage an einen Werbespot für Notebooks aus den frühen 2000ern hält, der hat entweder ein gutes Gedächtnis für Unwichtiges, oder aber ist ein Nerd weil er das lustig findet, oder er sollte Werbetexter für Mobilgeräte werden.</p>
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		<title>Das Leben ist schön</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 07:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dashboard Confessional – eine Band, deren Namen ich bis heute zwar kannte, denen ich aber weder einen Song noch eine Musikrichtung hätte zuordnen können. Dann habe ich die Nacht damit verbracht, 18 – allein unter Mädchen zu gucken. Ach ja. Serien. Ich mag Serien, besonders die kurzstaffeligen wie z.B. Weeds oder meine vielleicht liebste neben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">Dashboard Confessional – eine Band, deren Namen ich bis heute zwar kannte, denen ich aber weder einen Song noch eine Musikrichtung hätte zuordnen können. Dann habe ich die Nacht damit verbracht, 18 – allein unter Mädchen zu gucken. <span id="more-367"></span>Ach ja. Serien. Ich mag Serien, besonders die kurzstaffeligen wie z.B. Weeds oder meine vielleicht liebste neben Scrubs ( gehört sich ja irgendwie auch so, bei einem Medizin studierenden Serien-Bekenner, oder? ), Californication. Aber mir geht es gerade nicht so klasse, weil die Serie gut ist … was sie ist … sondern weil sie mich an eine verdammt gute zeit erinnert. Es gibt dieses kurze Stechen wenn man das erste mal selbst jemandem sagt, dass das Abi wohl die beste Zeit deines Lebens ist. Für mich gilt das gar nicht mal so, ich erachte eigentlich mein Studium ebenfalls als verdammt geil … nur anders geil. Andere Leute, andere Stadt … und jetzt ist man selber schuld und kann sich mit „aber das interessiert mich gar nicht“ kaum noch gut raus reden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Meine Freundin H. hat mich letztens gefragt, warum ich so entspannt bin. Gute Frage eigentlich, konnte es auch nicht so genau sagen. Einerseits neige ich dazu, mich beim ersten blauen Himmel des Jahres wie im Bilderbuch voller Schwung und Lebensfreude zu fühlen. Andererseits komme ich angesichts riesiger Hürden i leben oft an den Punkt, wo man Bestandsaufnahme macht: Was soll das? Wie bsit du in die Situation gekommen? Was ist so schlimm an der Situation? Was kommt danach und vor allem … würdest du was anders machen?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Und da sage ich doch voll Inbrunst: Nein. Sicher ist dieses scheiß Physikum eine total überflüssige, ätzende Nummer … aber eigentlich auch gar nicht. Man lernt maßlos viel, ist total aufgekratzt, trinkt Fritz-Cola nur deshalb nicht wie Wasser, weil sie zu teuer ist und hinterher war alles gar nicht so schlimm und hat Spaß gemacht. Wenn man jetzt Leuten begegnet, ist es um so schöner. Da telefoniert man um so begeisterter drei Stunden mit seinen Freunden. Der Mensch braucht den Kontrast. Das Gras ist grüner, die Luft riecht besser und die Menschen sind intensiver, wenn man gerade aus dem emotionalen und meteorologischen Winter kommt. Und Kontrast macht die Dinge spannend. Vielleicht zeichne ich ein zu positives Bild der Situation. Ich bin kein großer Freund der Philosophie, sich jetzt eine beschissene Zeit auf zu zwingen, um später vielleicht mal was davon zu haben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Aber da kommt wieder die Selbstbesinnung. Warum lerne ich, wie die Milz funktioniert und was zur Hölle Ubiquitin mit Proteinen anstellt? Weil ich mal Arzt werden will, klar. Weil ich diese Prüfung bestehen will. Ich will mir selber beweisen, dass ich das Zeug dazu habe, und nicht nur Softskills. Und natürlich auch, und das ist wohl der wichtigste Grund, um bei meinen Leuten zu bleiben. Ich bin ein Leute-Typ. Ich brauch meine Leute. Wenn ich meine Leute nicht habe werde ich unglücklich. Leute machen Spaß, mit Leuten kann man das Leben teilen, sie lieben und Spaß geht am besten immer mindestens zu zweit. Ohne Leute ist das Leben langweilig und trist. Dann macht Schule keinen Spaß, Studium erst recht nicht. Ich bin nicht jeden Tag ewig zur Schule hin und zurück gefahren, weil mir die Bürgersteige im Prenzlauer Berg besser gefallen ( was sie jedoch tatsächlich tun – bin halt auf ihnen aufgewachsen, was sonst ).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">18 – Allein unter Mädchen und Dashboard Confessional erinnern mich an meine Schulzeit und wie großartig sie war. Daran sind Leute schuld, die mir immer noch sehr wichtig sind. Auch wenn neue Leute dazu kommen. So, und bevor ich gleich anfange zu weinen wie ein kleines Mädchen, gucke ich lieber meine Mädchenserie weiter &#8230;</p>
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		<title>Al Bundy hatte recht</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 02:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte ich ja schon schlafen, denn morgen um 10:00 Uhr muss ich spätestens aufstehen, dann kreuze ich mit H. und J. Altklausuren, als Vorbereitung auf die Biochemie-Klausur die in vier Tagen ansteht. Dann werde ich mein Bestes tun, C., J., S., L. und A. die Wunder der Chemie und vor allem der Puffer und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Eigentlich sollte ich ja schon schlafen, denn morgen um 10:00 Uhr muss ich spätestens aufstehen, dann kreuze ich mit H. und J. Altklausuren, als Vorbereitung auf die Biochemie-Klausur die in vier Tagen ansteht. Dann werde ich mein Bestes tun, C., J., S., L. und A. die Wunder der Chemie und vor allem der Puffer und chemischen Komplexe nahe zu bringen, damit diese ihre Chemie-Klausur bestehen. Naja und wenn mir abends dann langweilig wird, kann ich ja nochmal wiederholen, was ich mir heute in der Bibliothek über Pyrimidinbasen etc. erarbeitet habe.</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em></em><em>Da mir also total langweilig sein wird, ist es fast doof, das hier jetzt schon zu verfassen … aber was solls.</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-357"></span>Ich habe vorhin auf dem Platz genommen, was Al Bundy völlig zurecht als „eines Mannes Burg“ bezeichnet hat. Toiletten und deren Besuch haben auf mich ja schon sehr lange eine seltsame Anziehungskraft ( siehe auch: Greiner-Petter, M.; Sommerfeld, G. e.a.: <span style="font-style: normal;">einmalIch</span>, Eigenpublikation, Berlin 2006 ). Vielleicht sollte ich lieber sagen, dass Toilettenbesuche mir stets angenehm sind und mich entspannen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Nicht oft genug kann ich das generelle Konzept der totalen Sorglosigkeit erklären, derer man sich auf der Toilette gewiss sein kann. Folgende Annahmen und Überlegungen spielen hierbei eine Rolle und kontrastieren aufs Angenehmste den schnöden Alltag ( i.e. nicht-Toiletten-Zeit ).</p>
<ol>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Kein Zeitdruck</em> – Es ist 	gesellschaftlich akzeptiert, sich auf der Toilette Zeit zu nehmen. 	Anders als zum Beispiel die Weigerung, keine Roten Ampeln zu 	überschreiten, ist dies in der Regel Konsens.</p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Keine Störungen</em> – Dank dem weit 	verbreitet sehr verklemmten Umgang mit den eigenen und besonders 	anderer Leute Körperfunktionen ( s.a. kontroverse Diskussion um 	Roche, C.: Feuchtgebiete, Dumont Buchverlag, Köln 2008 ) wird man 	in Ruhe gelassen. Seltenst wird man auf der Toilette angesprochen 	und nur in Ausnahmefällen zur Eile angehalten. Die Ansprache 	während des Toilettenganges ist jedoch eigentlich besonders 	wünschenswert, ist sie doch in der Regel Ausdruck eines engen 	Vertrauensverhältnisses.</p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Literatur</em> – Es scheint mir, dass 	sich das Konzept der Toilettenlektüre nach und nach etabliert. 	Hierzu später einige private Anmerkungen.</p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Unangreifbarkeit</em> – Mit dem 	erreichen der Toilette ist in aller Regel das schlimmste schon 	geschafft. Nun können dem drückenden Harn- oder Defäkationsdrang 	bzw. der beteubenden Übelkeit endlich Tribut gezollt und alle 	Zügelung fallen gelassen werden. Unter der Voraussetzung, das 	Toilettenpapier in nicht unerheblichen Mengen vorhanden ist, kann 	einem nun nichts mehr passieren.</p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Grundreinigung</em> – Meist sind der 	euphemistisch so genannten Örtlichkeit sanitäre 	Reinigungsmöglichkeiten angeschlossen – Wasser und Seife. Und 	Papierhandtücher, die, wie Toilettenpapier auch, zugleich noch eine 	Doppelfunktion auch als Taschentuch-Vize einnehmen – auch nasaler 	Ausfluss ist so in den Griff zu bekommen. So steht dem Verlassen der 	Toilette mit einem gesäuberten Gefühl außer nach feurigen 	Eskapaden nichts im Wege.</p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Ruhe</em> – Doppellbedeutung einmal 	analog zu Punkt 2 in Form akustischer Ruhe, einmal in der Bedeutung 	der Abkehr, dem Rückzug von den weltlichen Sorgen. Man entzieht 	sich der Funktion als Teil der Gesellschaft temporär und ist ( 	hierin liegt vielleicht die wichtigste Funktion überhaupt ) 	reduziert auf den eigenen Körper und das eigene Ich. Im Mittelpunkt 	stehe Ich, der Geist wird von seiner Last befreit und kann kurz zur 	Ruhe kommen. Nicht selten wird berichtet, dass beim Toilettengang 	die besten Ideen entstehen, vielleicht weil die Entfokussierung der 	Gedanken Raum schafft für neue, auch verquere, abstraktere 	Überlegungen.</p>
</li>
</ol>
<p>Für mich trifft all dies zu, dem 	einen oder anderen mögen einige weitere Funktionen einfallen oder 	weniger prägnant erscheinen. Unsere WG-Toilette ist von mir vorhin 	in Gedanken zur besten Toilette der Welt erklärt worden. Das liegt 	am Gesamtkonzept, wobei auch schon Einzelkomponenten großartig 	sind. Literatur z.B. ist reichlich vorhanden in Form diverser 	Zeitschriften und Büchern, die nach Unterhaltungswert und 	stückhafte Lesbarkeit ( = kurze Absätze / Kapitel ) ausgesucht, 	entweder beschafft, bereitgestellt oder enteignet wurden. Gute 	Beispiele: „Ein Mann – ein Buch“, „Helge Schneider“ 	-Romane, „Nicht Lustig“, „Was wir uns überlegt haben zu 	verschiedenen Themen“ von Supatopcheckerbunny &amp; 	Hilfscheckerbunny. Diese Werke erfüllen nicht nur die Funktion der 	Unterhaltung sondern können gar Denkanstöße geben. Des weiteren 	haben wir ein Poster von Shahrukh Khan, Zebra-Linoleum und generell 	ein Thema. Das Thema heißt Dschungel und wird in Form von echten 	und Plastikpflanzen, entsprechend bemalten Wänden und einer 	passenden Marienkäfer-Klobrille umgesetzt. Es ist immer reichlich 	Klopapier vorhanden, das Bad ist extra, was den morgendlichen 	Andrang verringert und außerdem bietet die Wahl der Nachfüllseife 	eine neue Gelegenheit zur Selbstverwirklichung.</p>
<p>Wie so Vieles, wenn man es mit der 	richtigen Attitüde angeht.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-247" title="Klo Shah Rukh" src="http://root.tsu-berlin.de/publicblog/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/Bild-001.jpg" alt="Klo Shah Rukh" width="573" height="430" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rotterdam-Utrecht-Amsterdam, ist doch eh alles das gleiche …</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 12:21:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Epilog
Es war Ehrensache, dass ich meinen Freund M. in Rotterdam, wo er sein Erasmussemester nimmt, besuche. Der beste Termin war schnell gefunden, es sollten die drei Tage vor Heilig Abend sein, mit anschließender gemeinsamer Rückfahrt. So kam es dann auch. Leider konnte mein werter Mitblogger Matze nicht mitkommen, weil er familiär verhindert ist.
1ter Tag
Ich sitze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Epilog</strong></p>
<p><strong></strong>Es war Ehrensache, dass ich meinen Freund M. in Rotterdam, wo er sein Erasmussemester nimmt, besuche. Der beste Termin war schnell gefunden, es sollten die drei Tage vor Heilig Abend sein, mit anschließender gemeinsamer Rückfahrt. So kam es dann auch. Leider konnte mein werter Mitblogger Matze nicht mitkommen, weil er familiär verhindert ist.</p>
<p><span id="more-347"></span><strong>1ter Tag</strong></p>
<p><strong></strong>Ich sitze in den sehr schnuckeligen Räumlichkeiten meines Freundes M., der von mir im traumhaften Rotterdam besucht wird und dachte, ich schreibe mal einen kurzen Impressionsbericht über Rotterdam.</p>
<p>Ich bin wieder um eine Anekdote reicher, denn als ich verträumten Blickes durch Köln fuhr, wurde ich auf einer Eisenbahnbrücke vieler kleiner Vorhängeschlösser, die ins Gitter geschlossen waren, gewahr. Eine kurze Google-Recherche später weiß man, dass es sich um ein von Liebespaaren angebrachtes Lokalphänomen handelt. Dem ursprünglich wohl aus Italien übergeschwappten Ritual folgend.nimmt ein Paar ein  Schloss, graviert oder schreibt seine Namen und vielleicht ein Datum drauf und schließt es an. Der Schlüssel fliegt in den praktischer weise unter der Brücke befindlichen Rhein, als Symbol, dass die Liebe ewig halten möge.</p>
<p>Ich kam nach nur achteinhalb von geplanten sechs Stunden Zugfahrt in Rotterdam an, nachdem ich vier von geplanten zwei mal umsteigen … konnte. Jedes Problem ist ja auch eine Gelegenheit, wie man so sagt. Ich hatte also die Gelegenheit, in Utrecht auf dem Bahnhof zu stehen und der Ansagerin zu lauschen, die mir und den anderen Fahrgästen erklärte, dass es keinen Zug nach Rotterdam gibt. Zum Glück habe ich sie nicht verstanden, denn anders als ihr Kollege im Zug, der allen in drei Sprachen sagte, dass dieser Zug, gerammelt voll, weiter fährt als gedacht, also alle die nach Utrecht wollten, ruhig sitzen, stehen oder liegen bleiben konnten ( freudige Begeisterung in der Menge resultierte, was ich mich zu der Überzeugung brachte, dass die Niederländer ein fröhliches Völkchen sein müssen ), hat sie sich auf Niederländisch beschränkt.. Da ich sie nicht verstand, erhielt ich die Gelegenheit, die  Anzeigetafel eine Weile zu beobachten, dann wurde mir das aber nach einer halben Stunde langweilig, Rotterdam weiter aufzulauern, welches sein Köpfchen nicht keck in den Wind strecken wollte. Ich glaubte, dass mir die trotz Überbelastung freundliche Informationsfrau gesagt habe, ich solle nach Den Haag fahren und dort umsteigen … ich stieg dann zu Glück in Gouda um, wo auch prompt der Zug nach R`dam einfuhr, Bingo. Leider ist mir so ein Aufenthalt in Den Haag durch die Fingerchen geschlüpft.</p>
<p>M. holte mich am Bahnhof ab, er hatte sich von meiner Beschreibung,ich trüge eine beige Jacke, nicht ablenken lassen, und wir trabten nach Hause. Mein erster Eindruck von Rotterdam war, dass es das Frankfurt der Niederlande zu sein scheint, denn ich sah vor allem hohe, glasfrontierte Gebäude. Die City macht in der Tat einen sehr wirtschaftlichen Eindruck. Angebunden daran ein großer Shoppingbezirk, durch den laufend wir dann auch bei  M. ankamen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-352" title="rot1" src="http://root.tsu-berlin.de/publicblog/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/rot11.jpg" alt="rot1" width="338" height="450" /></p>
<p>Hier wurde mir wieder offenbar, dass ich in de Niederlanden bin, denn das Haus ist sehr schmal, aber drei Stockwerke hoch. Man wohnt hier zu sechst, zwei Leute jeweils auf einem Stockwerk hausen, mit gefährlich steilen Treppen und einem generell angenehmen Eindruck von WG-induziert bunter Verwahrlosung. Sofortige Identifikation mit den Räumlichkeiten war also gegeben. Auch seine Mitbewohner stellten sich als angenehm heraus, man ging behutsam mit meiner Ernährungsbehinderung um. Beim gemeinsamen Abendmahl und später konnte ich mich durch konstantes Verkacken bei Super Mario Kart und meiner großen Begeisterung für Vla, eine Art flüssigerer Pudding, den man in TetraPaks erhält, beliebt machen. Besonderes Augenmerk liege hier auf Dubbel-Vla, der, wie von Magierhand getrennt, in zwei Geschmacksrichtungen unvermischt aus einer Packung gequollen kommt. Faszinierend.</p>
<p><strong>2ter Tag</strong></p>
<p><strong></strong>Heute haben wir die Stadt durchrundet, ich habe meine Touristenpflichten erfüllt indem ich Fotos gemacht und mich über die lustige Sprache amüsiert habe, indem ich wiederum immer wieder Straßennamen und Geschäftsnamen vorlas. Ich entdeckte, dass die vermeintliche Restaurant-Mafia-Kette „Gambrinus“ inzwischen in jeder nennenswerten Stadt eine Filiale (ggf. des Terrors!) eröffnet hat.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-354" title="rot3" src="http://root.tsu-berlin.de/publicblog/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/rot3.jpg" alt="rot3" width="450" height="338" /></p>
<p>Als urige oder auch hippe Café-Restaurant-Hybriden getarnt scheinen sich hier unbemerkt Samen eines Franchise zu entfalten, das schon in wenigen Dekaden sicher in einem Atemzug mit Subways und KFC genannt werden wird. Wer weiß, ob es die großen beiden des Biz, deren Name hier unerwähnt bleiben soll, dann noch bestehen, oder ob sie nicht längst eigene Stadtstaaten errichtet haben werden. Futur II.<br />
Außer der Zentrale der dunklen Macht in Rotterdam sahen wir noch verstörende Architektur ( die Zerbombung Rotterdams im Zweiten Weltkrieg wird hier gerne als Ausrede angeführt ), z.B. die Cube-Houses (s. Foto) und schöne Architektur. Besonders crazy ist die Erasmus-Brücke und der Fakt, dass anscheinend Briten und Niederländer den gleichen Baugeschmack haben, zumindest gibt es große Schnittmengen. Die Häuser sind gerne aus dunklem Backstein, mit großen Ladenfenstern und teils bunten Fensterahmen. Erinnert mich zumindest sehr an Bilder von irischen Arbeitervierteln bzw. Liverpool. Kulinarisch haben wir uns mit Falafel versorgt, die in Rotterdam zu hohen Preisen, aber mit sauer eingelegtem und seltsam gut passendem Gemüse erhältlich sind.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-351" title="rot2" src="http://root.tsu-berlin.de/publicblog/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/rot2.jpg" alt="rot2" width="450" height="338" /></p>
<p>Abends zauberten wir für uns und Mitbewohner T. einen typisch deutschen Couscous-Salat mit Fischstäben und schauten uns noch Platoon an. Der Mann in der DVDothek hat schnell gerafft, dass wir deutsche sind und uns dann auch kompetent unser Englisch ignorierend durch die Anmeldung gelotst. M. konnte ihm eine Freude machen und bestätigen, dass immerhin noch die Hälfte der auf seine Adresse angemeldeten Leute tatsächlich auch dort wohnen. Platoon ist sehr sehenswert, wenn man dem Vietnam-Krieg mit allzu heroisierendem Blicke begegnet. Das wird sich dann wohl ändern.</p>
<p><strong>Letzter Tag / Abreise</strong></p>
<p><strong></strong>Wir sitzen im Intercity nach Berlin, nichts sollte uns jetzt noch aufhalten können. Es scheint alles reibungslos zu klappen. Ab jetzt. Denn vorher haben wir um zehn Minuten unseren Anschlusszug verpasst, weshalb unser ganzer Zeitplan um zwei Stunden nach hinten geschoben wurde. Wir haben diese mit Dösen, Lesen, am Fenster Sitzen und, in meinem Fall, hinter dem Fenster stehen und M. erschrecken, zugebracht. Jetzt haben wir endlich die meisten anderen Fahrgäste hinter uns gelassen und nähern uns mit wenigen anderen der deutschen Grenze. Der erbeutete Viersitzer mit seinen zwei serienmäßig verbauten Steckdosen ermöglicht auch diese quasi live entstehende Momentaufnahme. Und wir müssen endlich nicht mehr mit einander reden. Der Schaffner informiert mich, dass er nicht wisse, wann wir in Berlin ankämen, da man nicht mit voller Geschwindigkeit fahren könne. Wir brausen in die ungewisse Zukunft, in die verschneite Nacht, Sandmännchen ist schon vorbei.</p>
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		<title>Ein Tag wie jeder andere</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 12:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Every time I dance, God kills a kitten. Das ist ein schönes Zitat, mit dem ich begründen könnte, warum mir mein Geburtstag nicht so wichtig ist und warum ich ihn dieses Jahr kaum wahrnahm und auch keine Party geplant war ( obwohl ich den körperbetonten Ausdruckstanz als neues Stilmittel auch endlich für mich entdeckt habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Every time I dance, God kills a kitten. Das ist ein schönes Zitat, mit dem ich begründen könnte, warum mir mein Geburtstag nicht so wichtig ist und warum ich ihn dieses Jahr kaum wahrnahm und auch keine Party geplant war ( obwohl ich den körperbetonten Ausdruckstanz als neues Stilmittel auch endlich für mich entdeckt habe – das Zitat gilt gewiss immer noch ).</p>
<p><span id="more-340"></span>Es ist doch irgendwie ein Tag wie jeder andere und er ist vor allem schlecht gelegen, um ihn mit Leuten spaßig zu begehen. Man braucht immer einen Raum oder eine Wohnung oder so für eine Party im Winter. Seid man nicht mehr bei Mutti ( oder Vati ) wohnt ist das sicher nicht mehr so ein Problem, aber kurz vor Weihnachten sind die Leute schon weggefahren oder haben Stress mit Weihnachtsgeschenken und dieses Jahr drückt für die Wahlgießener auch noch das Physikum, also sind die Bedingungen schlecht. Außerdem ist ein Geburtstag irgendwie so willkürlich. Ich bin zwar sehr dafür, dass man sich nicht diktieren lässt, wann man gefälligst Spaß zu haben hat, aber es ist doch schöner, wenn man mit Leuten gemeinsam etwas zu feiern hat, den Jahreswechsel z.B. Dazu kommt dann noch diese Geschenk-Kultur, wo man sich gezwungen fühlt, Leuten etwas zu schenken. Ich habe ja nichts dagegen, wenn man zufällig etwas sieht, was cool ist. Aber meistens läuft es halt so, dass man suchen geht und dann etwas nimmt, was eher so gerade passt und wenig Bedeutung hat. Wobei ich bisher immer sehr gut beschenkt wurde. Aber mir ist da zu viel sozialer Zwang dabei. Und der ist besonders unangenehm, weil man sich ihm so schlecht entziehen kann, ohne sich erklären zu müssen. Und Leuten erklären, warum man ihnen nichts schenkt oder schenken will ist halt meistens unangenehm. Gesellschaftliche Konventionen machen alles so schwierig.</p>
<p>Ich hatte mir also vorgenommen, meinen Geburtstag mehr oder weniger zu ignorieren und ihn wie einen normalen Tag zu behandeln. Ich würde  mich um ein paar Sachen kümmern, mittwochs hab ich zum Glück eh keine Uni.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-341" title="kuchen" src="http://root.tsu-berlin.de/publicblog/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Pic-309.jpg" alt="kuchen" width="450" height="338" /></p>
<p>Der Plan wurde leider von den Leuten, die sich meine Freunde nennen, zunichte gemacht, indem sie einfach über die Maßen cool waren. Ständig rief jemand an, um mich zu beglückwünschen, ich bekam sogar zwei Kuchen gebacken (einer nahm den langen Weg aus der Heimat mit unserem heimlichen Sponsor <em><strong>DHL</strong></em> – <em>wenn es schneller / besser / größer sein soll / muss / darf</em>). Man schenkte mir außerdem einen Arzneimittel-Pocket, damit ich nicht mehr dumm durchs Krankenhaus wandeln muss und außerdem „Ein Mann &#8211; ein Buch“, aus dem man z.B.lernt, wie das mit dem Krebse Essen und Boeing 747 Fliegen funktioniert, verpackt in Kategorien wie „Der Mann und das Haus“ oder „Der Mann in Gesellschaft“. Perfekte Toilettenlektüre, weil kurz und spaßig. Und mir wurde Mittagessen gekocht.</p>
<p>Ich musste mich abends entschuldigen, dass ich nicht mehr so gesprächig bin, weil ich schon den ganzen Tag mit Leuten kommuniziert habe. Ansonsten war es aber ein super Tag, es gab noch einen WG-Ausflug zum Main-Taunus-Zentrum um den sehr guten Zombieland zu sehen.</p>
<p>Und der Tag hat immer noch, als Teil einer Reihe, positive Nachwirkungen. Denn ich bin dieses Jahr tatsächlich mal wieder in Weihnachtsstimmung, ging mir die letzten Jahre eher nicht so. Schuld daran ist mein Geburtstag, aber auch die beiden Weihnachtsessen, die in Gießen stattfanden und beide sehr schön und entspannend waren, eines mit Freunden und eines von der Fachschaft Medizin, jeweils mit unheimlich viel köstlichem Essen. Dann hatte ich noch ein paar schöne letzte Tage in Gießen und jetzt freue ich mich ziemlich auf meine Familie und Freunde. Leider geht das längst nicht allen so, wie ich in letzter Zeit wieder vermehrt zu Ohren bekam, was sehr schade ist. Es ist doof, wenn, wieder eine problematische gesellschaftliche Konvention, die Vorbereitungen auf das Fest bzw. die damit verbundenen Annehmlichkeiten, das Fest selbst entwerten oder gänzlich zunichte machen. Warum nicht einfach Weihnachten total entspannt zelebrieren, da haben im Endeffekt alle mehr von. Wird bei uns in der Familie auch eigentlich so gehandhabt, es gibt keinen strengen Zeitplan oder so etwas, dafür viel Essen und den Geschenkestress haben wir mit Julklapp auch gut in den Griff bekommen. Kann ich nur empfehlen.</p>
<p>Bleibt zu sagen, dass ich allen eine schöne Zeit zwischen den Jahren wünsche, in der hoffentlich jeder ein wenig Ruhe findet. Stress gibt es nächstes Jahr sowieso noch genug.</p>
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		<title>Zartes Blättern</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 06:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Schön, schön, schön. Herbst lässt sein braunes Band wieder flattern und so.
Ich komme aus dem Nachtdienst, es war der entspannteren einer und ich habe Brötchen gekauft für meine werten Mitbewohnerinnen und Mitbewohnerinos. Ich freue mich, die frisch in ihr Tütchen verpackten Luftbrotminiaturen an ihren vorbestimmten Platz, den Küchentisch, zu verbringen. Welch erhebendes Gefühl, den lieben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">Schön, schön, schön. Herbst lässt sein braunes Band wieder flattern und so.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><span id="more-327"></span>Ich komme aus dem Nachtdienst, es war der entspannteren einer und ich habe Brötchen gekauft für meine werten Mitbewohnerinnen und Mitbewohnerinos. Ich freue mich, die frisch in ihr Tütchen verpackten Luftbrotminiaturen an ihren vorbestimmten Platz, den Küchentisch, zu verbringen. Welch erhebendes Gefühl, den lieben schon vor deren Erwachen eine kleine Freude vorzubereiten. So muss sich eine stolze Hausfrau und Mutter im Sinne der mittleren 50er-Jahre fühlen. Habe letztens in der WG meiner Chefin (wenn eine gewisse R. Mal meine kleine Chefin war und eine gewisse M. auch, nur dass sie größer war und soweit ich weiß zur Stunde immer noch ist, dann scheint mir nur konsequent, die im Folgenden erneut erwähnte Person als meine Chefin zu bezeichnen, was mir auch einen gewissen Anker in der Gesellschaft und somit einen Identitätsgewinn bringt, denn ich habe mit der Organisation, bei der ich angestellt bin, um wie z.B. im bereits erwähnten Nachtdienst meine und auch, gelegentlich, meiner Mitbewohner Brötchen zu verdienen, gar wenig zu tun, man könnte gar sagen, wir haben uns auseinander gelebt, was durch die rein auf SMS und Briefe reduzierte Kommunikation ihrerseits, meiner Meinung nach ausreichend klar wird &#8211; außerdem wird so die Analogie zwischen Schülervertretung und Fachschaft gewahrt) einen lustigen Auszug aus einem Ratgeber-Magazin für Hausfrauen aus der erwähnten Epoche gelesen und ob seiner Absurdität in Erinnerung behalten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Es wird dort geraten, den nach Hause kommenden Ehemann zu verwöhnen, die Kinder aufzuhübschen, nicht zu laut zu sprechen und unter anderem ein kühles Getränk bereitzuhalten. Zudem werden noch zwei mir sehr brisant erscheinende Hinweise gegeben: Erstens solle man selber guter Laune sein. Wie ist dies zu bewerkstelligen? Wird hier das Klischee des stark trinkenden, zu Antidepressiva greifenden Vorzeigeweibes encouragiert (dies ist tatsächlich ein deutsches Wort)? Zweitens solle man vermeiden, den heimkommenden Gatten, der den Arbeitskummer gerade erfolgreich hinter sich gelassen hat, mit seinen eigenen Problemen zu belasten, jetzt sei nicht die Zeit dafür. Wann dann? Nach Verrichtung der ehelichen Pflichten? Es war geil, Thorsten, mein Leben kotzt mich übrigens derbst an? Wohl kaum. Allein, aber nicht nur, schon wegen der rüden Wortwahl Vielleicht im Urlaub oder bei der Zeugnisverleihung des Erstgeborenen. Das böte sich an. Hmm.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Jedenfalls war der Tag, er begann gestern um 15.00 Uhr und endet heute hoffentlich bereits gegen 18.00 Uhr, bisher sehr gut, unter anderem, weil unser ehemaliger Mitbewohner T. endlich mal wieder, wenn auch viel zu kurz, in Gießen war, was schön ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Schönes schlummert auch anderwo. Ich habe vor zwei Stunden eine von Schulter bis Fuß mit Eigenkot beschmierte Frau gereinigt und dabei die Vorzüge von Hautreinigungs-Spray kennen gelernt. Denn eingetrocknetes Verdauungsmaterial ist dann doch recht beständig gegen normale Reinigungsversuche mit Wasser. Tolle Produkte für atemberaubende Situationen. Think different for tomorrow – right now! Das „now“ muss man sich jetzt so lustig unterstrichen vorstellen, so oh-da-hat-wohl-echt-einer-selber-unterstrichen-hier-mäßig, wo kein Mensch drauf reinfällt. Die haben doch Maschinen, die diese Plakate nach dem Druck nochmal unterstreichen, Galileo wird bestimmt bald zeigen, dass durch die Hintergrundvibration der taktisch nahen A 5 die Unterstreichung stets einige Angström von der Norm abweicht. Super Konzept, die Umgebung zum Vorteil einer aufstrebenden Industrie zu benutzen. Im Geiste verbrüdert mit Erdwärme. Aber ich schweife ab.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Der Tag ist herbstig. Blätternder Kot, der anwesende Krankenpfleger wurde beim Laubharken von einem Insekt gestochen, so dass seine Wange enorm anschwoll und bald wird man wieder verträumt rumstehen und über die Bedeutung von in Pfützen eingefrorenen Blättern sinnieren. Ich freu mich schon. Das wird nämlich auch schön.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">So, jetzt noch die Lieben wecken, sich kurz freuen, weil man den beginnenden Tag des anderen schon voll angezogen und vorbereitet erleben darf und dann auf in die Uni und darauf gefasst sein, jederzeit schöne Dinge an unvermuteter Stelle zu entdecken. Was unlogisch klingen mag, aber man muss ja nicht alles so furchtbar genau nehmen.</p>
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		<title>Zwei unbedeutende Momente</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 23:28:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Da war er also, der Moment den ich seit einigen Wochen herbeisehnte. Er fühlte sich falsch an und doch so wahr. Die Hausaufgaben für die Uni waren fertig (hierbei wird folgende Definition von &#8220;fertig&#8221; verwendet: &#8220;fer-tig; nicht im Verzug seiend, im Zeitplan liegend&#8221;) und nun war ich konfrontiert mit dieser Seltsamkeit: Freizeit.

Das fühlte sich unangenehm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da war er also, der Moment den ich seit einigen Wochen herbeisehnte. Er fühlte sich falsch an und doch so wahr. Die Hausaufgaben für die Uni waren fertig (hierbei wird folgende Definition von &#8220;fertig&#8221; verwendet: &#8220;fer-tig; nicht im Verzug seiend, im Zeitplan liegend&#8221;) und nun war ich konfrontiert mit dieser Seltsamkeit: Freizeit.</p>
<p><span id="more-321"></span></p>
<p>Das fühlte sich unangenehm an. Schon 21 Uhr (Sonntag) waren die zu erledigenden Dinge erledigt und ich musste feststellen, dass es keinen Grund mehr gibt bis 2 Uhr (so wie die Vornacht) an Unikram zu sitzen. Nun sollte man denken, dass sich das gut anfühlte, aber aus irgendeinem Grund fühlte ich nur Leere. Was soll ich mit diesem Moment der menschlichen Nutzlosigkeit anfangen? Ich fühlte mich so schmutzig. Gesellschaftlich wertlos. Was macht das Leben denn für einen Sinn, wenn man nicht jede Sekunde für jemanden oder etwas arbeitet. Unentschlossen öffnete ich immer wieder den Browser und schloss ihn. Es gab doch früher auch Dinge die man gemacht hat, wenn man gerade nicht arbeitet. Nichts. Keine Idee. Wahnsinn. Nachdem ich noch mit ein paar Leuten versuchte ein Gespräch per Instant Messenger aufzubauen musste ich feststellen, dass die Leute wohl beschäftigt sind &#8211; mit Freizeitaktivitäten.</p>
<p>So versuchte ich schon gestern Abend diesen Artikel zu schreiben, aber nach zwei Zeilen hatte ich auch keine Lust mehr dazu. Ganz ganz seltsam. Nachdem ich noch etwa eine Stunde rumdümpelte mit der Frage was ich jetzt zu tun gedenke bin ich dann vor Langeweile schlafen gegangen &#8211; müde war ich schließlich nicht, da die Vornacht ja fast sieben Stunden Schlaf für mich bereitstellte. Ursprünglich wollte ich aber lediglich zwei interessanten Beobachtungen der Woche mit einem Artikel würdigen, was ich nun trotz dieser in die Irre führenden Einleitung tun werde. Diese Dinge sind profan wie bedeutsam in ihrer marginalen Bedeutsamkeit für das große Ganze:</p>
<p>Der Geruch von frisch aufgeschnittenen Saftorangen ist so schön wie neben dem süßesten Mädchen der Welt aufzuwachen. Zugegebener Maßen, fast so schön. Aber auf jeden Fall in einem sehr sehr großem Maße schön. Ich möchte hier eher auf ersteres eingehen und zweiteres als Vergleichswert nutzen, da ich zweiteres zum Maximum an Schönheit deklarieren würde. Zurück zur Saftorange. Ich kam vor einigen Monaten zur Saftorange: Im Zuge einer Geburtstagsfeier in einem Etablissement gehobeneren Stils erkannte ich die Orange als Frucht neu für mich &#8211; veredelt zu Saft. Was ist denn so toll an einer Orange oder Orangensaft wird sich der aufmerksame Leser nun denken. Es ist einfach alles. Der Saft den diese Frucht gewordenen Goldstücke preisgeben ist so sanft. Nicht sauer, dafür mild gesüßt. Fruchtig und fleischig. Sehr fleischig. Je fleischiger desto besser. Man muss in der Bredouille stecken, nicht zu wissen ob man den Saft trinken oder essen soll. Schneidet man eine Saftorange auf, so präsentiert sie ihr perfetktes inneres. Symmetrisch und strahlend Orange. Der aus den Fruchtkammern entströmende Saft lässt das orange Fruchtfleisch im Sonnenlicht schimmern. Der Geruch ist so lieblich, so sonnig. Leicht süß und fruchtig, aber nicht mit klebrig assoziiert. Frisch und jung, aber nicht kalt. Warmherzig und hingebungsvoll. Ja, so würde ich den Geruch dieses aufgeschnittenen Wunders beschreiben. Der Tag wird mit dem Anblick und dem Geruch einer aufgeschnittenen Saftorange auf jeden Fall ein ganzes Stück besser, egal wie sehr einen das Wetter versucht zu verstören. Das bringt mich auch zur zweiten Lektion des Lebens.</p>
<p>Es ist in gewisser Weise ironisch wenn Regen auf die Wasserflasche am Rucksack fällt. Die Wasserflasche hängt in diesem Flaschennetz an der Rucksackseite. Man träumt sich durch den Regen, begleitet durch Musik, um die Welt etwas heller scheinen zu lassen als es dieser Tage das Wetter scheinen zu lassen vermag. Ich lasse den Rucksack an einem Arm hinuntergleiten um seitlich an die Vorderseite des Rucksacks und damit an das Fach mit dem darin enthaltenen Schlüssel zu kommen. Ich sehe, wie sich die halbvolle &#8211; halt nein, sie war halbleer. Ich sehe also, wie sich das Wasser in der halbleeren Wasserflasche rhytmisch zu meiner Schrittfolge bewegt. Mal aufbäumt, mal sachte dahinplätschert. Außen an der Flasche sammeln sich die Regentropfen. Die Oberflächenspannung des Wassers und die Reibung an der sehr glatt erscheinenden Flasche verhindern ein Abrutschen der Tropfen. Sie liegen ruhig auf dem Kunststoff. Nur eine dünne transparente Wand trennen sie von ihrer übergeordneten Menge. Das Wasser in der Flasche greift förmlich nach den wie Perlen aussehenden Tropfen, die sich an der Außenseite festhalten &#8211; so nah und doch unerreichbar &#8211; fast etwas traurig sehe ich zu. Und ich greife nach meinem Schlüssel.</p>
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		<title>Das letzte Update</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 18:07:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestimmte Dinge lassen sich einfach nicht aufhalten, sind sie einmal angestoßen. Darunter fällt der „SMS-Senden“ Knopf beim iPhone, die Folgen des Aufblinkens der „Empty Fuel“-Anzeige im Flugzeug und die Ablösung einer Software durch eine andere. Auch wenn ich mich schon sehr über Ersteres geärgert habe möchte ich über den letzten Punkt schreiben, in der Hoffnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bestimmte Dinge lassen sich einfach nicht aufhalten, sind sie einmal angestoßen. Darunter fällt der „SMS-Senden“ Knopf beim iPhone, die Folgen des Aufblinkens der „Empty Fuel“-Anzeige im Flugzeug und die Ablösung einer Software durch eine andere. Auch wenn ich mich schon sehr über Ersteres geärgert habe möchte ich über den letzten Punkt schreiben, in der Hoffnung das Zweite nicht zu erleben.</p>
<p><span id="more-316"></span>Im Ofen backt gerade ein Kuchen. Ein Ameisenkuchen. Mit Mohn. Wenn er fertig ist und abgekühlt ist wird er mit einer Schokoladenkuvertüre veredelt und ihn wird der Schriftzug „Laborbuch 1999 – 2009“ zieren. Es ist ein Geburtstag und doch auch ein Trauertag. Es ist ein Grund zu feiern, aber auch ein wehmütiger Rückblick. Doch wovon spreche ich eigentlich.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 1999. Ein kürzlich in den Ruhestand gegangener Doktor der Biologie befasst sich mit einer Datenbankumgebung namens Visual Fox Pro, die von der Firma Microsoft vertrieben wird. Er, ein guter Freund der Leiterin des Gewebetypisierungslabors, beginnt mit der Programmierung einer Laborsoftware, die Patienten, Proben und einige Ergebnisse verwalten sollte. Das „Laborbuch“ war geboren. Über die Jahre wuchs das Programm. Nach und nach entstand eine Heimat für sämtliche Messergebnisse und Zusammenhänge, die im Laboralltag dieses Labors auftreten konnten. Ob Daten von Kreuztesten, serologischen Typisierungen, molekulargenetischen Typisierungen, serologischen Antikörperuntersuchungen, immunologischen Ereignissen – das Programm fraß einfach alles und konnte alle Daten auswerten, zu Befunden oder Faxen drucken.  Anfang des Jahres 2007 zog sich der Entwickler aus gesundheitlichen Gründen zurück und gab mir, der ich seit August 2006 im Labor arbeitete, ein paar Informationen mit auf den Weg, die ich brauchen würde um die Wünsche und Erweiterungen der Leiterin zu erfüllen.<br />
Im Jahr 2007 hat das „Laborbuch“ dann also unter meiner Regie eine Renaissance erlebt. Ich wuchs am Programm und das Programm an mir. Neben profanen Dingen wie dem Druck von Etiketten kamen auch komplexe Funktionen dazu. So führte ich zum Beispiel die NMDP-Nomenklatur für Gruppierungen von Allelen in die Software ein. Eine weitere spannende Angelegenheit war das automatisierte Matching von Knochenmarkspendern und -empfängern, das die Qualität eines Spenders für einen Patienten bewerten und für die Klinik herausgeben konnte.<br />
Sekunde, ich muss kurz nach dem Kuchen gucken&#8230; Ah okay.<br />
Es gab jedoch ein paar negative Seiten. Die Datenbankstruktur ist ein einziges Chaos. Dies hängt einerseits mit der mangelnden Erfahrung des Entwicklers zusammen, unter dem das Programm zunächst entstand. Andererseits ist diese Art des Wachstums der Software nicht vorhersehbar gewesen, wodurch jede Erweiterung nur ein Aufbohren des alten Systems war. Man stelle sich das Haus der Weasleys aus den Harry Potter Büchern vor.</p>
<p>Unabhängig von dieser Entwicklung bekam im Jahr 1999 eine Berliner Softwarefirma den Zuschlag für die Entwicklung einer Laborsoftware. Nun zieht sich die Entwicklung des Moduls für die Gewebetypisierung auch schon viele Jahre hin. Bis Heute. Am 20. Oktober 2009 wurde nun also diese neue Software aktiviert. Das alte System lief pünktlich zum 19. Oktober aus. Die alten Daten wurden zum heutigen Tag übernommen.</p>
<p>Es ist wie ein kontrollierter Absturz des Systems. Ich erinnere mich daran, wie seltsam es für mich war, in den Nachrichten zu sehen, wie die in der Atmosphäre verglühende Raumstation MIR ihrem Ende entgegenrieselte.<br />
Na doch, der Kuchen braucht noch ein paar Minuten&#8230;<br />
Es ist richtig, die alte Software ließ sich kaum noch mit gutem Gewissen nutzen – vor allem für mich als Informatiker war das offensichtlich. Nichtsdestotrotz ist es schade. Es war eine Art OpenSource-Projekt am Kunden, der einem unmittelbar nach Veränderungen Feedback gegeben hat. Die Entwicklungen führten zu einer hochkomplexen und sehr modernen Software, deren Umfang durch die neue Software nicht einmal gedeckt wird.</p>
<p>Morgen werde ich das letzte Update für das Programm freigeben.  Es werden sämtliche Eingabemöglichkeiten  deaktivieret. Buttons werden deaktiviert. Viele Felder werden grau hinterlegt sein, da man sie nicht mehr ändern kann. Gewissermaßen eher ein Downgrade.</p>
<p>So backe ich also einen Abschiedskuchen für einen spannenden Teil meines bisherigen Arbeitslebens, als Abschiedskuchen für eine Epoche im Labor. Ich gehe davon aus, dass die Mitarbeiter die Veränderungen ähnlich betrachten, wenn auch nicht so sachlich. Es gehört einfach dazu, dass eine Software einem Lebenszyklus unterworfen ist. Außerdem muss sie einfach stabil und sicher sein, was nicht der Fall war. Dazu kommen noch politische Entscheidungen in höheren Etagen, denen man nur schwer etwas entgegensetzen kann.</p>
<p>In jedem Fall profitierten das Labor und ich gleichermaßen von der Entwicklung des Programms. Das Programm hat nun sein Ende, aber die Erfahrung wird mir zukünftig noch viel bringen. Zum Beispiel für mein inoffizielles Nachfolgeprogramm – eine Forschungsdatenbank die bereits jetzt 0,6 Millionen Laborergebnisse enthält&#8230; Nichts geht auf dieser Welt verloren.</p>
<p>Jetzt muss ich den Kuchen aber wirklich aus dem Ofen holen. Er sieht gut aus.</p>
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